Der Sollzins allein sagt wenig. Maßgeblich sind der effektive Jahreszins, die Restschuld am Ende der Zinsbindung und die Gesamtkosten über die Laufzeit. Zwei Angebote mit identischem Zins können sich durch Sondertilgungsrechte, Tilgungssatzwechsel und Bereitstellungszinsen um fünfstellige Beträge unterscheiden. Verglichen werden sollte immer bei gleicher Zinsbindung und gleicher Anfangstilgung.
Der Effektivzins ist die ehrlichere Vergleichszahl. Er enthält alle Kreditkosten (Bearbeitungsgebühren, Auszahlungskurs, Zinszahlungsrhythmus) zusätzlich zum reinen Sollzins. Vergleiche immer Effektivzinsen auf gleicher Basis (Sollzinsbindung, Tilgungssatz, Beleihungsauslauf).
Sondertilgungsrecht (mind. 5 % p. a. kostenfrei), Tilgungswechsel-Option, Möglichkeit zur Tilgungssatz-Anpassung, Bereitstellungszinsen (frei monatlich?), Bewertungsabschläge bei der Beleihung, Möglichkeit der Volltilgung. Diese Soft-Faktoren können tausende Euro über die Laufzeit ausmachen.
Mindestens drei verschiedene Quellen: Hausbank, freier Vermittler (z. B. Interhyp, Dr. Klein) und ein Direktanbieter (z. B. ING, DKB). Vermittler vergleichen automatisch viele Banken, weshalb sie oft günstiger sind als die Hausbank-Standardkondition.
Nur 'Kreditanfragen' als solche werden 12 Monate gespeichert und können den Score senken. 'Kreditkondition-Anfragen' (was Vergleichsportale machen) werden mit neutraler Auswirkung gespeichert und sind nach 12 Monaten gelöscht. Bei der Kondition-Anfrage explizit prüfen!