Eigenkapital für den Immobilienkauf berechnen

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Immobilie?

Als Faustregel sollten mindestens die Kaufnebenkosten von 9 bis 15 % aus Eigenkapital gedeckt sein, da Banken sie in der Regel nicht mitfinanzieren. Empfohlen werden 20 bis 30 % des Kaufpreises: Ab einem Beleihungsauslauf unter 80 % sinken die Zinssätze deutlich. Eine Vollfinanzierung ist möglich, wird aber mit spürbaren Zinsaufschlägen bezahlt.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Eigenkapital sollte ich mindestens haben?

Banken empfehlen, mindestens die Kaufnebenkosten (9–15 %) plus 10–20 % des Kaufpreises aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Eine 110-Prozent-Finanzierung (ohne Eigenkapital) ist möglich, aber Zinsen sind deutlich höher und das Risiko bei Wertverlust steigt.

Was zählt alles als Eigenkapital?

Bargeld, Sparguthaben, Tagesgeld, Aktien/Fonds (zum aktuellen Wert), Bausparguthaben, Wertpapierdepot, freie Lebensversicherungen sowie Eigenleistung (Muskelhypothek, max. 10–15 % anerkennbar). Verwandtendarlehen können je nach Konditionen ebenfalls als Eigenkapital gelten.

Wie wirkt sich die Eigenkapitalquote auf den Zinssatz aus?

Banken staffeln Zinsen nach Beleihungsauslauf (LTV). Bis 60 % LTV gibt es Bestzinsen, bis 80 % moderate Aufschläge, über 90 % deutliche Aufschläge (0,3–0,8 Prozentpunkte). Mehr Eigenkapital = niedrigere Monatsrate UND geringere Gesamtkosten.

Lohnt es sich, mehr Eigenkapital einzusetzen als nötig?

Faustregel: Wenn der Sollzins über der erzielbaren Rendite alternativer Anlagen liegt, ja. Bei 4 % Bauzins und 3 % Sparzins lohnt mehr Eigenkapital eindeutig. Bei 2 % Bauzins und 6 % erwarteter Aktienrendite kann es sinnvoll sein, Eigenkapital für die Geldanlage zurückzuhalten.

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