Die Bruttomietrendite ergibt sich aus Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100. Aussagekräftiger ist die Nettomietrendite, die Kaufnebenkosten und nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten berücksichtigt. In deutschen Großstädten liegen Bruttorenditen derzeit meist zwischen 2,5 und 4 %, in mittleren Lagen bei 4 bis 6 %. Als grobe Grenze gilt: Ein Kaufpreisfaktor über 30 Jahresmieten ist selten wirtschaftlich darstellbar.
Als grobe Orientierung gilt eine Bruttomietrendite ab 4 % als solide, ab 5 % als gut. In gefragten Metropollagen wie München oder Hamburg liegen Renditen häufig nur bei 2–3 %; in B- und C-Lagen sind 5–7 % möglich. Entscheidend ist immer die Nettorendite nach Kaufnebenkosten, nicht-umlagefähigen Kosten und Instandhaltungsrücklage.
Die Bruttomietrendite teilt die Jahreskaltmiete durch den reinen Kaufpreis. Die Nettomietrendite berücksichtigt zusätzlich Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler) im Nenner und zieht nicht-umlagefähige Bewirtschaftungskosten sowie eine Instandhaltungsrücklage von der Miete ab — sie ist die ehrlichere Kennzahl.
Der Kaufpreisfaktor (auch Vervielfältiger) gibt an, wie viele Jahre Kaltmiete der Kaufpreis entspricht. Werte unter 20 gelten als günstig, 20–25 als marktüblich, über 25 als teuer. Er ist der Kehrwert der Bruttomietrendite und wird im Vergleich zu vergleichbaren Objekten in der Region herangezogen.
Nicht umlagefähig sind insbesondere Verwaltungskosten, Instandhaltungs- und Reparaturkosten, Bankkosten, Kosten der Mietersuche sowie Mietausfallwagnis. Diese müssen Vermieter aus der Kaltmiete tragen — der Vestera-Rechner zieht sie automatisch von der Nettorendite ab.